Pressespiegel

Vogtlandanzeiger vom 10.03.10

Für zwei Euro fünf Minuten mit Showmaster reden dürfen

Vogtland Late Night/ Wieder volles Haus zur musikalischen satirischen Veranstaltung in der Jugendherberge Alte Feuerwache – Uwe Brückner erneut lockerer Gastgeber – bissige Kommentare und einige Lacher

Plauen – Die März-Ausgabe der Veranstaltung „Vogtland-Late-Night“ hat am Sonntagabend wieder zahlreiche Besucher in den Saal der Plauener Jugendherberge „Alte Feuerwache“ gelockt. Mittlerweile entwickelt sich die Show von Entertainer Uwe Brückner und Kollegen des Vereins Jazzkultur zu einem Publikumsmagnet. Es hat sich herumgesprochen, dass heiße Themen, lockere Runden, Einlagen und Livemusik zu einer unterhaltsamen Melange verschmelzen. So auch am Sonntag.

Für zwei Euro gibt es ein Gespräch mit Brückner, für eine hohe zweistellige Summe auch mehr – der Showmaster zeigte auf Schildern die besonderen Offerten an, ganz wie die großen Politiker es draufhaben. Und die gelb-schwarzen Großkopferten bekamen weiter ihr Fett ab. Bevorstehende Kürzungen im Jugendbereich monierte Brückners Sofagast Christian Hager, Chef der sächsischen Landjugend, ebenso aufgebracht wie Brückners zweiter Gast, Andreas Ernstberger, die Errichtung des Plauener Wendedenkmals kritisch betrachtete. „Besser wäre ein Wendehalsdenkmal“, wetterte der Musiker, der dank einer Wette zur Late Night kam. „In 180 Sekunden um die Welt, wenn ich es schaffe, spielst du bei mir“, so Brückner zu Ernstberger. Mit einem Filmchen via Leinwand wurde die „Reise“ dann gezeigt. Was war das für eine herzlich belachte Tour… Brückner blieb stets an Plauener Plätzen, um doch in der Fantasie um den Erdball zu kurven. So wurde beispielsweise der Nonnenturm zum schiefen von Pisa oder der Altmarkt zum Platz des himmlischen Friedens.

Ernstberger ließ sich als fairer Verlierer nicht bitten und spielte mit seiner Band auf – satt, laut, erdig und mit einem sympathischen Groove. Zuvor hatte die Hauscombo, das Greazy Weekend Quartett, ein paar kleine Intro-Nummern serviert – als Warm up bevor Meister Brückner erschien.

Der meist belachteste Auftritt kam einem Plauener „Zauberer“ zugute. Stefan Fantastisch verulkte sein Publikum und ließ es staunen: Beim Umdrehen einer vollen Wasserflasche – das Nass blieb drin. Vollendet wurde das Kunstwerk Late Night schließlich von zwei poetischen Einlagen, zwei junge Männer aus Plauen stellten eine Geschichte und ein Gedicht vor, letzteres über den Frühling, was dem frohen Publikum ein Lächeln auf die Gesichter zauberte.

Die nächste Brückner Nacht im Vogtland ist am 4. April.

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